Das Sprichwort «Er hat die Nase voll» beschreibt treffend den funktionellen Zusammenhang zwischen einer beeinträchtigten Nasenatmung und dem psycho-vegetativen Wohlbefinden. Eine verstopfte Nase kann nicht nur körperliche Beschwerden verursachen, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden stark beeinträchtigen.

Wann aus einem Schnupfen eine Sinusitis wird
Von einer Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung spricht man, wenn die Nasennebenhöhlen entzündet sind. Typische Symptome sind Kopfschmerzen und ein Druckgefühl im Kopfbereich. Oft geht einer akuten Sinusitis eine Erkältung oder ein Schnupfen voraus.
Wenn die Beschwerden jedoch länger als vier Wochen anhalten, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Hierfür können anatomische Besonderheiten wie eine verbogene Nasenscheidewand, Engstellen im Bereich der Nebenhöhleneingänge oder gutartige Polypen verantwortlich sein, was zu häufig wiederkehrenden Problemen führen kann. Bei einer chronischen Sinusitis können eine oder mehrere Nasennebenhöhlen betroffen sein.
Osteopathische Behandlung der Sinusitis
Eine chronische Sinusitis kann für Betroffene sehr belastend sein. Doch die richtige Therapie kann die Symptome deutlich lindern. In der Craniosacral Therapie, die sanfte osteopathische Techniken verwendet, wurden wiederholt positive Ergebnisse erzielt. Die Behandlung konzentriert sich auf die Schädelknochen und den Kopfbereich. Durch gezielte Druck- und Grifftechniken werden die Regionen um die Nasennebenhöhlen, der Schulter-Nackenbereich und die Halswirbelsäule mobilisiert. Dies hilft, muskuläre Verspannungen zu lösen und Blockaden in der Halswirbelsäule zu beheben.

Ein wichtiger Aspekt der Craniosacral Therapie ist die Förderung des Lymphflusses, der den Abtransport von Schadstoffen unterstützt und das Immunsystem stärkt. Durch die Verbesserung der Durchblutung wird die körpereigene Abwehr gefördert, was die Heilung beschleunigt und erneuten Infekten vorbeugen kann.
Vorbeugung einer Sinusitis
Um einer Nasennebenhöhlenentzündung vorzubeugen, ist es wichtig, Erkältungen vollständig auszukurieren. Einige einfache Massnahmen können helfen, die Atemwege gesund zu halten:
Was die Atemwege gesund hält
Feuchtigkeit
Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, um die Schleimhäute feucht zu halten, und sorgen Sie für eine feuchte Raumluft.
Nasenspülung
Spülen Sie Ihre Nase regelmässig mit lauwarmer Kochsalzlösung (Nasendusche).
Wärme und Wechselreize
Regelmässige Saunagänge, kalte Aufgüsse, Wechselbäder und Kneippkuren können vorbeugend wirken.
Auf den Rauch verzichten
Falls Sie Raucher sind, stellen Sie den Zigarettenkonsum während einer Erkältung ein – Rauchen trocknet die Schleimhäute aus und erhöht das Infektrisiko.
Achten Sie beim Naseputzen darauf, nur ein Nasenloch auf einmal zu entleeren, um zu verhindern, dass Sekret in die Nebenhöhlen gedrückt wird. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung stärken zusätzlich das Immunsystem und beugen Infektionen vor.
Gönnen Sie sich regelmässig eine Auszeit und unterstützen Sie Ihre Gesundheit mit einer Craniosacral Behandlung. Diese sanfte Therapieform kann Ihnen helfen, Verspannungen zu lösen, das Immunsystem zu stärken und die Symptome der Sinusitis zu lindern.



